Was tun bei brennenden Schmerzen nach Operationen, Verletzungen und Durchblutungsstörungen?

28. März 2017

Schmerz hat eine wichtige Warn- und Schutzfunktion. Schmerzen können jedoch so belastend sein, dass Betroffene nichts anderes mehr fühlen und sich auf nichts konzentrieren können. Dies kann schon nach einem relativ kurzen Zeitraum, zum Beispiel nach operativen Eingriffen, zu einer massiven Lebenseinschränkung. Wie weitgehend Schmerzfreiheit hergestellt werden kann, dazu informiert der Patientenvortrag am 1. April.

Etwa 5 Millionen Deutsche leiden an neuropathischen Schmerzen. Ursache kann ein Bandscheibenvorfall, Rückenmarksverletzungen, Durchblutungsstörungen oder auch eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes mellitus sein. Die betroffenen Patienten mit chronisch, neuropathische Schmerzen berichten über brennende Spontanschmerzen bzw. einschießende Schmerzattacken. Der Patientenvortrag am 1. April 2017, 10:00 Uhr im Festsaal des Marcolini-Palais (Friedrichstraße 41) informiert über die aktuellen Therapiemöglichkeiten – vom operativen Eingriff über die medikamentöse Einstellung, begleitende psychologische Verfahren bis hin zur sogenannten Neuromodulation. „Letztere kann helfen die Medikamente zu reduzieren oder gar abzusetzen. Und kann auch dann den Schmerz lindern, wenn keine Medikamente helfen“, informiert der Referent Dr. Mark Klingenhöfer, Leiter des Zentrums für Wirbelsäulentherapie am Städtischen Klinikum Dresden. Er ist Neurochirurg und ausgewiesener Schmerzspezialist: „Die fortgeschrittene Technik unserer Zeit erlaubt die gezielte Anwendung von Strom an Nerven, Rückenmark und im Gehirn, um die Schmerzen zu lindern.“ Hierzu werden dünne Elektroden, an die entsprechende Struktur gebracht und bei einem positiven Ansprechen nach einer Testphase für immer im Körper implantiert.

Der Eintritt ist frei und für die Fragen der Besucher bleibt ausreichend Zeit.