Dermatologie und Allergologie (Friedrichstadt)

Klinikengagement


Lymphnetz

In Deutschland leiden circa drei Millionen Menschen an einer Erkrankung des Lymphsystems. Die Diagnose trifft viele Betroffene oft sehr unvorbereitet, zum Großteil nach operativen Eingriffen, Verletzungen oder einer bösartigen Krankheit. Das ist ein chronisches Leiden, das die Lebensqualität der Betroffenen oft sehr beeinträchtigt. Eine frühzeitige, exakte Diagnose und eine effektive Therapie sind für eine erfolgreiche Behandlung des Lymphödems entscheidend.

Das ist eine chronische Erkrankung des Unterhautfettgewebes der Arme und Beine, an der in Deutschland circa 3 Prozent der erwerbstätigen Frauen leiden. Die konservativen und operativen Möglichkeiten für die Behandlung der Erkrankung sind in der aktuellen Leitlinie zum (01/2016) zusammengefasst worden. Das Städtische Klinikum Dresden bietet eine Sprechstunde für Patienten mit und (betreut von der Dermatologie und Physiotherapie) an. Speziell auf diese Krankheitsbilder qualifizierte Mediziner koordinieren hier diagnostische und therapeutische Maßnahmen.

Außerdem engagiert sich das Klinikum im Lymphnetz-Region Dresden. Dieses Netz bildet durch Zusammenschluss aller zur Therapie sowie Versorgung gehörenden Personen und Institutionen eine komplexe lymphologische Versorgungskette.

Ziele des Lymphnetzes-Region Dresden sind es, die Therapie und Betreuung von Patienten mit lymphologischen Krankheitsbildern zu koordinieren, um einen optimalen Erfolg zu gewährleisten und die Lebensqualität so schnell als möglich zu verbessern.


Rechtzeitiger Schutz vor Hautkrebs

 

Beinahe jeder Mensch sehnt sich nach Sonne. Für unser Wohlbefinden ist sie wichtig, doch bergen ihre Strahlen auch Risiken für die Haut. Die Klinik für Dermatologie und Allergologie behandelt die bösartigen Hauterkrankungen nicht nur, ihre Experten setzen sich auch dafür ein, ihnen vorzubeugen.

Im Focus einer dreijährigen Studie der Klinik stand, wie sich die über die Jahre zunehmenden UV-Strahlungen auf die Haut von Kleinkindern auswirkt. Diese Studie hatte das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz in Auftrag gegeben.

Von 2009 bis 2012 haben Dermatologen des Klinikums unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Wollina, Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie, 395 Kindergartenkinder regelmäßig auf das Vorhandensein und die Zunahme von Leberflecken untersucht. Leberflecken gelten als wichtigste Risikofaktoren bei der Entstehung von Hautkrebs. Zu Beginn der Untersuchung waren die meisten Kinder im dritten Lebensjahr. Die Anzahl von Pigmentzahlen liegt dann durchschnittlich bei 7 und wächst bis zum Ende der 3-Jahresperiode auf circa 20 an. Beim Vergleich zum Ausgangsbefund sind Gesicht, Ohren, Rücken und Unterarme die Körperpartien mit der höchsten Anzahl neuer Leberflecken.

Geht man davon aus, dass neu hinzukommende Pigmentmale einen Hinweis auf die UV-Belastung zulassen, ist ein veränderter Umgang mit UV-Strahlen dringend notwendig. Der UV-Schutz, gerade für die Jüngsten, hat an diesen Hautstellen die höchste Priorität. Bei Schädigungen durch Sonnenbrand im Kindesalter können langfristig bösartige Veränderungen des Hautbilds die Folge sein. Bei den untersuchten Kindern sind keine atypischen oder bösartigen Pigmentmale entdeckt worden. Trotzdem sind die Ergebnisse dieser weltweit einmaligen Studie alarmierend, da sie einen unzureichenden UV Schutz beweisen.

 

Schutz vor ultravioletter Strahlung im Vorschulalter

 

Sonnenschutz für Kinder - Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

http://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/sonnenschutz/kinderhaut-schuetzen/


Chronisch entzündliche Erkrankung – Hidradenitis suppurativa

 

Hidradenitis suppurativa (HS) – oder auch – ist eine der schwersten chronisch-entzündlichen Erkrankungen der Haut. Es entstehen entzündliche Knoten, Eiterabsonderungen, Fisteln und . Charakteristisch ist der Befall bestimmter Körperregionen, vor allem von Achseln, Leisten, Bauchfalten, Brust und Genitalbereich.

Die eigentlichen Ursachen für die Erkrankung sind nicht bekannt. Es gibt jedoch eine Reihe von Faktoren, die deren Entstehung begünstigen. In erster Linie sind es das Rauchen und Übergewicht.

Die Erkrankung nimmt ohne medizinische Behandlung einen chronischen Verlauf, so dass letztlich die gesamte Haut- und das Unterhautfettgewebe der betroffenen Region durch die Erkrankung erfasst und vollständig zerstört werden kann. Es kommt zur Ausbildung großflächiger und Fistelgänge. Immer wieder treten Entzündungen insbesondere der Haarwurzeln und Talgdrüsen auf, die starke Schmerzen verursachen.

Die Erkrankung wird häufig sehr spät diagnostiziert. Die Klinik für Dermatologie und Allergologie engagiert sich deshalb für diese Patienten, um aufzuklären und frühzeitig therapieren. Erfolgt die Behandlung zu spät, können ungünstige Krankheitsverläufe eine medikamentöse und operative Therapie verhindern. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung ist deshalb wichtig.

Wer wiederkehrende, schmerzhafte Knoten oder Abszesse in den typischen Körperregionen, etwa den Achselhöhlen oder der Leistengegend, bemerkt, sollte nicht zögern, einen Hautarzt aufzusuchen.