Kinder- und Jugendmedizin (Neustadt/Trachau)

Pädiatrische Psychosomatik/Psychotherapie

Station KJ3, Haus G

Verantwortlicher Oberarzt

Andreas Lachnit

Oberarzt
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Telefon: 0351 856-2555  
E-Mail Details

Leitende Psychotherapeutin

Dipl.-Psych. Britt Schwab

Psychologischer Dienst
Kinder- und Jugendmedizin
Telefon: 0351 856-2535  
E-Mail Details

Anmeldung

Telefon 0351 856-2535

Telefon 0351 856-2557

Ansprechpartner Arzt

Telefon 0351 856-2522

Station KJ3/PPS

Telefon 0351 856-2557, -2555

Besuchszeiten

dienstags und donnerstags von 16:00 bis 17:45 Uhr

Beurlaubung des Kindes von Samstagfrüh bis Sonntagabend


In zunehmendem Maße treten bei Kindern und Jugendlichen psychosomatische Störungen in den Vordergrund, welche den Alltag der betroffenen Patienten etwa durch Schulausfall und soziale Isolierung zum Teil erheblich beeinträchtigen. Bei psychosomatischer bzw. seelischer Erkrankung wird in der Regel zunächst versucht, dem Kind durch ambulante Untersuchungen und Therapien zu helfen. Wenn dies nicht ausreicht oder von vornherein nicht in Frage kommt, besteht die Möglichkeit der stationären Behandlung in der psychosomatischen Abteilung unserer Kinderklinik.

Team Psychosomatik


Seit Januar 2015 besteht der stationäre Bereich für Pädiatrische Psychosomatik in der Kinderklinik Dresden-Neustadt. Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren mit psychosomatischen und somatopsychischen Krankheitsbildern steht ein multiprofessionelles Team mit Kinderärzten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Ergo-, Physio- und Musiktherapeuten sowie Logopäden zur Verfügung. Die multimodalen Therapiekonzepte mit Einzel- und Gruppentherapien über mehrere Wochen orientieren sich an den Qualitätsvorgaben der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Psychosomatik (AGPPS e. V.).

Voraussetzungen zur Aufnahme

  • Zum Beispiel: Somatoforme Störungen, Anpassungsstörungen, Belastungsreaktionen, Konversionsstörungen, Verhaltensstörungen, emotionale Störungen, Hyperkinetische Störungen, Angststörungen
  • Alter zwischen 6 und 18 Jahren
  • Freiwilligkeit der Patienten
  • Einweisungsschein vom Kinderarzt oder des Kinder- und Jugendpsychiaters
  • stationäre Behandlungsindikation


Anmeldung

  • Terminvereinbarung zur Vorstellung durch Eltern oder Kinderarzt bei Dipl.-Psych. Britt Schwab, Telefon: 0351 856-2535
  • stationäre Aufnahme nach prästationärer Vorstellung (mit Einweisungsschein)
  • nach Möglichkeit: Vorlage aller bisherigen Befunde und Therapieberichte

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Die Eltern benötigen einen Einweisungsschein von ihrem Kinderarzt oder der behandelnden Einrichtung, wie zum Beispiel dem Sozialpädiatrischen Zentrum. Nach telefonischer Anmeldung besprechen wir in einem Vorgespräch die bisher durchgeführten Untersuchungen und Therapien des Kindes sowie individuelle Behandlungsmöglichkeiten. Außerdem können inhaltliche und organisatorische Fragen geklärt werden. Sofern erforderlich, erhalten die Eltern anschließend einen Termin für die stationäre Aufnahme ihres Kindes. Je nach Indikation bzw. Ausprägung der Erkrankung kann auch eine sofortige stationäre Aufnahme notwendig sein.

Zu Beginn des stationären Aufenthaltes werden gegebenenfalls diagnostische Untersuchungen und psychologische Testungen vervollständigt, um einzuschätzen, ob und in welcher Form eine psychosomatische und/oder psychopathologische Erkrankung bei dem Kind vorliegt. Nach Diagnosestellung und einer individuellen Probezeit erstellen wir für das Kind einen Therapieplan. Dieser gilt für einen festgelegten Zeitraum. Spezielle Fragen hierzu können die Eltern im persönlichen Gespräch mit uns klären.

Die stationäre Therapie soll das Kind dazu befähigen, seine Alltagsanforderungen zu Hause, in der Schule und in der Freizeit wieder erfüllen zu können.

Auf der Station wird das Kind von einem Team aus Kinderärzten, Kinderpsychologen, Lehrern, Erziehern, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden, Musiktherapeuten und Kinderkrankenschwestern betreut.

Die Eltern sollten ihrem Kind möglichst genau die Notwendigkeit des stationären Aufenthaltes erklären. Die seelischen Beschwerden des Kindes sind mindestens genauso echt und belastend wie überwiegend körperlich ausgelöste Symptome. Falls eine sehr angespannte Situation innerhalb der Familie, der Schule oder im sozialen Umfeld besteht, kann der stationäre Aufenthalt anfangs auch entlastenden Charakter für das Kind haben. Bei jeder Erklärung sollten sich die Eltern möglichst dem Verständnis ihres Kindes anpassen und keine Angst oder das Gefühl auslösen, durch den Krankenhausaufenthalt bestraft zu werden.

Die Eltern können ihrem Kind Dinge mit ins Krankenhaus geben, die es gerne mag. Ob Plüschtiere, Kopfkissen, Fotos, Malsachen, Musik oder geeignete Zeitschriften und Bücher – eine gewisse Auswahl davon ist sinnvoll. Spielt das Kind ein bestimmtes Spiel besonders gern, können die Erzieherinnen und Krankenschwestern Auskunft geben, ob auch dies mitgebracht werden kann. Zudem halten wir auf Station eine Vielzahl an individuellen Beschäftigungsmöglichkeiten für das Kind und die Gruppe bereit.

Kleinere Mengen an Obst, Gemüse, Süßigkeiten und Getränken können bei den Schwestern abgegeben werden. Hierfür steht ein separater Patientenkühlschrank zur Verfügung.

In jedem Fall benötigt das Kind Turnschuhe sowie bequeme Freizeitkleidung.

Üblicherweise wird das Kind am Montag zwischen 8:00 und 9:00 Uhr auf unsere Station aufgenommen. Die Woche ist strukturiert und jeder Tag geprägt von einer festen Abfolge. Der Tag beginnt in der Regel um 7:00 Uhr mit Frühsport. Anschließend finden bis 16:00 Uhr Therapien und Schulunterricht statt. Am Nachmittag arrangieren unsere Erzieherinnen begleitete Gruppenaktivitäten, bevor der Tag nach gemeinsamer Abendgestaltung mit der Nachtruhe altersabhängig zwischen 20:00 Uhr und 22:00 Uhr endet. Bestandteil des stationären Aufenthaltes ist in der Regel eine Beurlaubung des Kindes ab Samstagfrüh bis Sonntagabend. Für diese Zeit werden Ziele und Aufgaben besprochen, welche zu Hause mit Unterstützung der Eltern umgesetzt werden sollen.

Während des stationären Aufenthaltes gibt es neben der Beurlaubung regelmäßige Besuchszeiten am Dienstag und Donnerstag von 16:00 bis 17:45 Uhr. An den übrigen Tagen führen wir mit der Gruppe am Nachmittag gemeinsame Aktivitäten durch, sodass ein Besuch dann nicht möglich ist.
Die Eltern sollten ihrem Kind nur die Besuche zusichern, die sie auch einhalten können. Nach Rücksprache mit den Eltern darf das Kind auch von Geschwistern, Großeltern sowie von einer bis zwei weiteren Personen besucht werden.

Telefonische Kontakte sind täglich zwischen 18:15 und 20:15 Uhr möglich. In manchen Fällen kann es nach Rücksprache mit den Eltern notwendig sein, die Benutzung von Handys und anderer Kommunikationsgeräte einzuschränken. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist dann über die Station möglich.

In der regulären Schulzeit werden unsere Patienten durch zwei Fachlehrerinnen der Klinikschule betreut und in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Biologie/Sachkunde und Geschichte unterrichtet. Die Eltern sollten die nötigen Unterrichtsmaterialien für ihr Kind mitbringen, damit der Lerninhalt an den aktuellen Schulstoff in der Heimatschule angepasst werden kann. Es besteht eine enge Zusammenarbeit seitens der Klinikschule und der Heimatschule des Kindes.


Bitte beachten:

Der stationäre Aufenthalt in unserem psychosomatischen Bereich ist freiwillig, das Kind muss also damit einverstanden sein.


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