Medizinische Berufsfachschule

Krankenpflegehilfe

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Berufsbild

Die Krankenpflegehelfer(innen) (KPH) haben die Aufgabe, Menschen aller Altersgruppen bei ihren Alltagsaktivitäten (z.B. essen, sich pflegen, sich kleiden...) zu unterstützen, wenn dies auf Grund von Krankheit, Behinderung oder körperlicher Schwäche notwendig sein sollte. Sie unterstützen Gesundheits- und KrankenpflegerInnen bzw. AltenpflegerInnen bei der Durchführung spezieller Pflegekonzepte und arbeiten grundsätzlich in deren Auftrag. In diesem Rahmen arbeiten sie selbständig mit pflegebedürftigen Menschen zusammen. KPH arbeiten mit Ärzten, Physiotherapeuten und anderen Mitarbeitern des Gesundheitssystems im therapeutischen Team zusammen und führen ihre Aufgaben verantwortungsvoll aus. Dabei ist die Fähigkeit und Bereitschaft zur Kooperation eine wichtige Kompetenz. Sie sind für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige Ansprechpartner und Vertrauenspersonen.

Als KPH benötigt man:

  • Einfühlungsvermögen
  • die Bereitschaft, menschliche Nähe zuzulassen20170208_142257
  • die Fähigkeit, auf fremde Menschen zuzugehen
  • Fähigkeiten zur angepassten Kommunikation und Zusammenarbeit mit Pflegebedürftigen und Teammitgliedern
  • Geschicklichkeit
  • Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft.

Als KPH arbeitet man in Einrichtungen der stationären Pflege (Krankenhäuser, Pflegeheime) und in der ambulanten Pflege.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht sowie einem Praktikum.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung verläuft in einem Wechsel zwischen Unterrichtsblöcken und Praktikum in einem Krankenhaus bzw. einer stationären Pflegeeinrichtung. Der Unterricht erfolgt an der Medizinischen Berufsfachschule. Lehrer der Schule, welche an Krankenhäusern schwerpunktmäßig tätig sind, begleiten Sie im Praktikum. Damit wird das Ziel verfolgt, eine enge Verknüpfung zwischen Theoriewissen und praktischen Anforderungen herzustellen. Der theoretische und berufspraktische Unterricht von 1540 Stunden erfolgt nach sächsischem Lehrplan in allgemeinbildenden Fächern und Themenbereichen (TB).

Die berufspraktische Ausbildung von 1440 Stunden erfolgt in Krankenhäusern und Einrichtungen der Alten- bzw. Behindertenpflege sowie in stationären Pflegediensten. Sie werden im Schichtsystem unter Berücksichtigung Ihres Lebensalters und Ausbildungsstands mitarbeiten.

Prüfungen

Die Ausbildung endet mit der staatlichen Prüfung gemäß sächsischer Berufsfachschulordnung, welche aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht.

Abschluss

Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung berechtigt zum Führen der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte Krankenpflegehelferin“ oder „Staatlich geprüfter Krankenpflegehelfer“, und mit einem Notendurchschnitt von 3,0 und besser ist es möglich, den mittleren Schulabschluss zu erwerben. Damit können Sie sich beruflich weiterentwickeln, z. B. zur/zum Gesundheits- und KrankenpflegerIn sowie zur/zum AltenpflegerIn.

Gesetzliche Grundlage der Ausbildung

Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport über die Berufsfachschule im Freistaat Sachsen (Schulordnung Berufsfachschule – BFSO) vom 27. April 2011

Ausbildungsvergütung

 

Eine Ausbildungsvergütung gibt es nicht. Nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist eine staatliche Förderung möglich.

Nach der Ausbildung

Sie können in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der stationären Kranken- und Altenpflege als Assistenten der Gesundheits- und Krankenpflegenden bzw. Altenpflegenden tätig werden.

 

Ansprechpartnerin:

Fachrichtungsleitung
Frau Heike Wagner
Tel. 0351 4803421
Fax 0351 4803216
E-Mail