„Die Zertifizierung ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Sie zeigt, dass unser tägliches Engagement für schwerkranke Menschen und ihre Familien wahrgenommen und geschätzt wird. Was uns dabei leitet, ist nicht nur medizinische Kompetenz, sondern vor allem die Haltung, jedem Menschen in seiner letzten Lebensphase mit Respekt, Würde und Mitgefühl zu begegnen“, unterstreicht Dr. Anna-Dorothea Bleyl, Oberärztin der 4. Medizinischen Klinik und ärztliche Leitung der Palliativstation.
Das neu erworbene Gütesiegel der DGP ist für Patienten sowie deren Angehörige weit mehr als nur ein formaler Nachweis. Es steht für geprüfte Qualität, klare Strukturen und eine ganzheitlich ausgerichtete Versorgung. Die Begutachtung durch unabhängige Fachleute bestätigt, dass medizinische, pflegerische und psychosoziale Maßnahmen auf hohem Niveau ineinandergreifen – von der Schmerzlinderung über die seelische Begleitung bis zur Kommunikation mit den Angehörigen. Auch die Koordination mit weiterbehandelnden Einrichtungen oder der häuslichen Versorgung wird durch die hohen Standards erleichtert.
Von dieser Qualität profitieren nicht nur die schwerkranken Menschen selbst, sondern auch ihre Familien. Eine gute palliativmedizinische Versorgung kann die Lebensqualität verbessern, Symptome wirksam lindern, die psychische Belastung verringern und sogar die Lebenszeit verlängern. Gleichzeitig bedeutet das Gütesiegel auch Sicherheit: für verlässliche Abläufe, geschultes Personal und eine Kultur der Menschlichkeit in einer oft herausfordernden Lebensphase.
Mit der erfolgreichen Erstzertifizierung setzt das Städtische Klinikum Dresden ein starkes Zeichen für eine hochwertige, würdevolle und verlässliche Palliativversorgung in der Landeshauptstadt.
Die Station wurde 2010 eröffnet und steht unter der Leitung von Oberärztin Dr. Anna-Dorothea Bleyl. Sie bietet 14 Betten in 12 modern und wohnlich gestalteten Zimmern, die alle über barrierefreie Nasszellen verfügen und Angehörigen die Möglichkeit zur Mitübernachtung bieten – entweder direkt im Patientenzimmer oder in einem separaten Bereich. Ein liebevoll gestaltetes Wohnzimmer sowie ein begrünter Innenhof schaffen Rückzugsmöglichkeiten für Patienten und ihre Familien. Seit 2017 ergänzt ein Palliativmedizinischer Dienst das interdisziplinäre Team aus Pflege, Medizin, Psychologie, Sozialarbeit, Seelsorge und weiteren Berufsgruppen.
Im Jahr 2024 wurden auf der Station 311 Patientinnen und Patienten betreut. Die durchschnittliche Verweildauer lag bei 13 Tagen.
