Glatteis sorgt für zusätzliche Belastung in den Notaufnahmen – Appell zur Vorsicht

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„Glatteis-Tage bedeuten für unsere Notaufnahmen immer eine zusätzliche Herausforderung. Zu den alltäglichen medizinischen Notfällen kommen zahlreiche Verletzungen durch Stürze hinzu – während Herzinfarkte, Schlaganfälle oder schwere Infekte keine Pause machen", sagt Dr. Mark Frank, Chefarzt der Akut- und Nofallmedizin am Städtischen Klinikum Dresden.

Stand 10:30 Uhr wurden in den beiden Notaufnahmen an den Standorten Friedrichstadt und Neustadt/Trachau insgesamt 126 unfallchirurgische Notfällebehandelt.
Davon entfielen 83 Behandlungen auf Stürze. Nicht alle Stürze stehen im Zusammenhang mit Schnee und Eis, dennoch lässt sich sagen, dass etwa die Hälfte dieser Stürze witterungsbedingt war. Zusätzlich wurden zwei Patienten nach einem PKW-Unfall sowie zwei Patienten nach einer Zugentgleisung versorgt.

Dr. Mark Frank: „Das Spektrum der Verletzungen ist groß – von Kopfplatzwunden und Prellungen über ausgekugelte Schultergelenke bis hin zu Brüchen an Armen, Beinen, Wirbelsäule oder Rippen. Betroffen sind Menschen jeden Alters: Kinder, Erwachsene und besonders häufig ältere Menschen, bei denen Stürze oft schwerwiegende Folgen haben. „Hinter jedem dieser Fälle steht ein Mensch, für den ein eigentlich alltäglicher Weg plötzlich mit Schmerzen, Angst und Unsicherheit verbunden ist.“

Prävention ist deshalb ein wichtiger Appell:
„Wer bei Glätte nicht zwingend unterwegs sein muss, sollte Wege möglichst vermeiden oder verschieben. Rutschfestes Schuhwerk, Gehhilfen mit Spikes und ein bewusst langsames Gehen können das Sturzrisiko deutlich senken.“ Gerade ältere Menschen sollten sich bei unsicheren Wegen begleiten lassen oder Hilfe in Anspruch nehmen.

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