Frühjahrssymposium
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
wir laden Sie herzlich ein zum Frühjahrssymposium der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie am 27.03.2026.
Das zweite Frühjahrssymposium unserer Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie steht ganz im Zeichen der Entwicklungsdynamik junger Erwachsener, systemischer Therapievielfalt und körperorientierter Psychotherapie. Wir knüpfen an die positive Resonanz des ersten Symposiums an und freuen uns, erneut herausragende Referentinnen begrüßen zu dürfen, die aktuelle Konzepte psychotherapeutischer Praxis vorstellen und in praxisnahen Workshops vertiefen werden. Unser Anliegen ist es, wissenschaftliche Perspektiven mit erfahrungsorientierten Zugängen zu verbinden – für einen lebendigen, kollegialen Austausch in vertrauter Atmosphäre auf dem „Weißen Hirsch“.
Das ausführliche Programm finden Sie in unserem Flyer.
Hinweis zur Programmänderung:
Leider musste Frau Kathrin Löschner krankheitsbedingt ihre Teilnahme absagen. Wir freuen uns jedoch sehr, mit Prof. Dr. med. Vera Hähnlein eine fachlich wie klinisch ausgesprochen erfahrene Referentin als Ersatz gewonnen zu haben.
Tagungsgebühren:
Tagungsgebühr: 80,00 EUR
Tagungsgebühr für Frühbucher: 60,00 EUR (bei Anmeldungen bis 31. Januar 2026)
Bitte beachten Sie, es gibt keine Tageskasse!
Bankverbindung:
Kontoinhaber: Städtisches Klinikum Dresden
Bank: Commerzbank AG
IBAN: DE68 8504 0000 0805 0080 00
Betreff: Frühjahrssymposium PSSO 2026
Der Name bei Ihrer E-Mail-Anmeldung muss mit dem auf der Überweisung übereinstimmen. Bei Sammelüberweisung und bei Übernahme der Tagungsgebühr durch den Arbeitgeber bitten wir Sie, jeden einzelnen Teilnehmer zu nennen (Vor- und Zuname), damit wir Zahlungseingänge problemlos zuordnen können.
Veranstaltungsort:
Städtisches Klinikum Dresden, Standort Weißer Hirsch, Heinrich-Cotta-Straße 12, 01324 Dresden
Haus 2, 1. Etage, Cafeteria
Wissenschaftliche Leitung:
Dr. med. Sebastian Seifert, Chefarzt der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Referentinnen:
Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke zum Thema „Emerging adulthood: Entwicklungsdynamik und Behandlungstechnik bei jungen Erwachsenen"
Psychodynamische Konzepte zeigen, dass man das junge Erwachsenenalter von der Adoleszenz her denkt, auch was die Behandlungstechnik angeht. Allerdings zeigt die nun seit 20 Jahren bestehende Forschung zu „emerging adulthood“, angestoßen durch Jeff Arnett (2000), dass es doch Entwicklungsbesonderheiten gibt, die behandlungstechnische Herausforderungen darstellen und sich deutlich von denen mit jugendlichen, aber auch erwachsenen Patientinnen und Patienten unterscheiden. Dazu zählen der Umgang mit Zeit und Grenzen, die Aufrechterhaltung des Rahmens unter Bedingungen der Instabilität, unterschiedliche Interventionen bei Identitätskrise, Identitätsdiffusion oder Identitätskonflikt, die Arbeit an narzisstischen Anteilen, spezifische Abwehrmechanismen und der Umgang mit Widerstand und Autonomieschuld. Die neuen Medien haben auch die therapeutische Beziehung verändert. Für Therapeuten ist die Balance zwischen Unterstützung, Begrenzung, Verzicht und Trauerarbeit nicht einfach zu leisten, insbesondere besteht die Gefahr, zum Helikopter- Therapeuten zu werden. Elternarbeit kann sinnvoll werden, wenn Eltern als potenzielle „Identitätsbremse“ wirken.
Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke ist Professorin für Entwicklungspsychologie an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und hat dort bis 2013 gearbeitet. Aktuell ist sie Gastprofessorin an der International Psychoanalytic University Berlin sowie Catolica Pontificat Universitas Lima, Peru. Sie ist Psychoanalytikerin (DPV/IPV) für Erwachsene, sowie Kinder- und Jugendlichentherapeutin (DGIP) und langjährige Supervisorin. Ihre Forschungschwerpunkte liegen u. a. im Bereich der neuen Entwicklungsphase des „emerging adulthood“, sowie der Identitätsentwicklung. Sie ist Autorin zahlreicher Fachbücher und Beiträge in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Sie ist aktiv in diversen Fachgesellschaften, u. a. als Sprecherin der OPD-KJ Konfliktachse und im Koordinationsrat der OPD-E. Für ihr Buch „Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Therapie bei Jugendlichen“ erhielt sie 2007 den Heigl-Preis.
Prof. Dr. med. Vera Hähnlein zum Thema "Trauma verstehen und integrieren: Systemische Arbeit mit inneren Anteilen"
Prof. Dr. med. Vera Hähnlein ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis. Sie ist Professorin für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Beratung an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin sowie systemische Therapeutin und Supervisorin. Prof. Dr. Hähnlein verfügt über langjährige klinische, lehrende und supervisorische Erfahrung, insbesondere im Bereich der Psychotraumatologie. Im Workshop werden systemische Therapieansätze mit besonderem Fokus auf Paar- und Familiengespräche vermittelt. Traumabezogene Perspektiven werden dabei gezielt in das systemische Arbeiten integriert.
Rachel Raoul zum Thema "Körperarbeit in der klinischen Arbeit"
Im Workshop erhalten Sie Einblicke, wie kreative und körperbezogene Methoden im klinischen Setting eingesetzt werden. Gern können Sie Themen oder Fragestellungen aus Ihrem beruflichen Alltag mitbringen – diese werden im Seminar gemeinsam in Bewegung reflektiert und bearbeitet.
Frau Rachel Raoul ist systemischer Coach, Erziehungswissenschaftlerin, Achtsamkeitstrainerin, Körper- und Tanztherapeutin und arbeitet in der Psychosomatischen Klinik am Weißen Hirsch. Sie bringt umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Persönlichkeitsstörungen, in achtsamkeitsbasierten Verfahren sowie in der Integration körpertherapeutischer Methoden in systemische Settings mit.
- 27.03.2026
-
Beginn: 13:30
Ende: 19:20

- Veranstalter
- Psychosomatik und Psychotherapie Weißer Hirsch
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