Allgemein- und Viszeralchirurgie (Friedrichstadt)

Darmkrebszentrum

Weiterführende Informationen  erhalten Sie auf den Seiten des Zentrums.

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

eine Krebserkrankung erfordert eine spezialisierte Therapie und einen interdisziplinären Therapieansatz. Aufgrund unserer umfangreichen Erfahrungen sowie unserer engen Zusammenarbeit mit Spezialisten aller Fachabteilungen unseres Hauses können wir sie auf dem Genesungsweg individuell und umfassend betreuen. In unserem Tumorboard werden wir einen auf Ihre spezielle Situation zugeschnittenen Behandlungsplan erstellen. Die Behandlung wird in enger, vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Ihnen durchgeführt. Für Ihr seelisches Wohl erfolgt eine Betreuung, auf Wunsch auch Ihrer Angehöriger, durch die Abteilung für . Unsere Onkolotsen, Stomaschwestern, Physiotherapeuten und Ernährungsberater werden Sie ebenfalls auf hohem Niveau begleiten. Bei entsprechendem Risiko ermöglichen wir Ihnen und Ihren Angehörigen eine humangenetische Beratung in Zusammenarbeit mit dem Mitteldeutschen Praxisverbund Humangenetik.

Diagnostik

Es stehen modernste diagnostische Verfahren wie  CT, HR-, PET-CT, , Manomentrie und zur Verfügung.

Therapie

Sollte eine Vor- oder Nachbehandlung mittels Chemo- und/oder Strahlentherapie erforderlich sein, werden Sie von unseren Kollegen der IV. Medizinischen Klinik und der Abteilung für Strahlentherapie bzw. unseren Kooperationspartnern im Rahmen des Darmkrebszentrums betreut.

Wir bieten Ihnen eine hohe operative Expertise. Sowohl offene als auch laparoskopische Verfahren kommen zur Anwendung. Dabei erfolgt der Entscheid über das zu wählende Operationsverfahren wiederum nach Abwägung aller Umstände Ihrer individuellen Situation. Manche Krebserkrankungen sind sehr ausgedehnt und müssen gemeinsam mit den Kollegen der Gynäkologie und der Urologie operiert werden. Hier stimmen sich die Operateure vor dem Eingriff genau ab. Auch auf die plastische Rekonstruktion eventuell entstehender Defekte haben wir uns spezialisiert. Eine engmaschige Überwachung wird durch die Kollegen der Anästhesie und Intensivmedizin auf der Intensivtherapiestation oder durch unser chirurgisches Team in Kooperation mit der Anästhesie auf der chirurgischen Wachstation (IMC) realisiert.

Wir betreuen Sie über den stationären Aufenthalt hinaus über unsere Koloproktologische Sprechstunde oder unser Patientenmanagment.

Zytoreduktive Chirurgie (CRS) und Hypertherme Intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC) bei Peritonealkarzinose

Der Tumorbefall des Bauchfelles (Peritonealkarzinose) erfordert ein spezielles therapeutisches Vorgehen. Zunächst erfolgt die operative Entfernung des betroffenen Bauchfelles (Peritoneum) und der tumorbefallenden Organe. Anschließend wird die Bauchhöhle mit einem erwärmten Chemotherapeutikum (HIPEC) gespült. Mit Hilfe der HIPEC können hohe Wirkstoffspiegel unmittelbar an der Tumorzelle mit geringen Nebenwirkungen erzielt werden.

Ziel dieser Therapie ist eine Lebenszeitverlängerung. In Einzelfällen mit einem geringen Befall des Bauchfelles ist auch eine Heilung möglich. Das Verfahren ist für folgende Tumorentitäten geeignet: Dick- und Mastdarmkrebs (Kolon- und Rektumkarzinom), Blinddarmkrebs (Appendixkarzinom), Gallerttumor des Bauchfelles (Pseudomyxoma peritonei), primärer Bauchfelltumor (Mesothelioma peritonei), Magenkrebs (Magenkarzinom).

Voraussetzung für diese Art der Therapie ist die weitestgehend vollständige Entfernung aller Tumorabsiedlungen. Die Eignung dafür wird durch bildgebende Verfahren (CT, ) und durch eine genaue Untersuchung der Bauchhöhle in einer Operation (Bauchhöhlenspiegelung, offene Operation) überprüft.