Unsere Zukunft 2035

2035

Der Erhalt aller Standorte, eine umfassende und fortschrittliche Gesundheitsversorgung für die Menschen in Dresden und in der Region sowie optimale Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten – das sind die Eckpunkte für die Entwicklung des Städtischen Klinikums Dresden bis 2035.

>> Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann und Mitglieder unseres Direktorium (Marcus Polle, Dr. Harald Schmalenberg, Petra Vitzthum) äußern sich zum Zukunftskonzept

 

Das von Direktorium und Stadtverwaltung vorgeschlagene Campus-Konzept erfüllt diese Anforderungen am besten. In dem Konzept wird die stationäre Versorgung im Stadtteil Friedrichstadt bis zum Jahr 2035 konzentriert. Hierdurch entsteht ein attraktiver Medizin-Campus, der das komplette medizinische Leistungsbild abdeckt. Die anderen Standorte des Klinikums setzen fachliche Schwerpunkte. Der Campus Neustadt/Trauchau soll in den Folgejahren ein Gesundheitsquartier mit dem Fokus auf ambulanter Versorgung und einem breitem Angebot für Seniorinnen und Senioren werden. Der Campus Weißer Hirsch spezialisiert sich auf die seelische Gesundheit. Die ruhige, grüne Lage ist dafür prädestiniert. Bei der Geriatrischen Rehabilitationsklinik im Stadtteil Löbtau ist die Schwerpunktsetzung schon heute Realität, hier ändert sich nichts.

Sie haben Anregungen und Fragen zu diesem Entwicklungsprozess? Schreiben Sie uns
eine E-Mail: E-Mail oder füllen Sie unser Onlineformular aus.


Angebot eines Bürgergesprächs am 15. April 2021, 18-20 Uhr

Am 22. März 2021 wurde das von Landeshauptstadt und Städtischen Klinikum Dresden erarbeitete Zukunftskonzept an die Gremien des Stadtrates zur Beratung übergeben. Es stellt sicher, dass sich die medizinischen Angebote für die Bürger*innen  in Dresden weiter entwickeln und auch in Zukunft ein starkes Klinikum in kommunaler Trägerschaft erhalten bleibt. Zudem werden alle Standorte in den kommenden 15 Jahren ein attraktives und an den demografischen Entwicklungen angepasstes Leistungsspektrum vorhalten können. Der Entstehung des Konzeptes ging ein langer, sehr sorgfältiger und gründlicher Erarbeitungsprozess voraus. Ein Begleitteam aus leitenden Medizinern, Vertreter*innen des Stadtrates und der Stadtverwaltung sowie des Personalrates des Städtischen Klinikums hat sich intensiv mit dem Für und Wider möglicher Zielbilder auseinandergesetzt, Alternativszenarien reflektiert und Verbesserungsvorschläge diskutiert.

„Ein Bürgergespräch am 15. April 2021 soll nun auch den Dresdnerinnen und Dresdnern die Möglichkeit geben, Anmerkungen und Fragen zum vorgeschlagenen Campuskonzept einzubringen“, informiert Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann. „Damit nehmen wir die Hinweise, Meinungen und Wünsche unsere Bürgerinnen und Bürger auf, denn für sie machen wir uns auf den Weg, die medizinische Daseinsfürsorge auch in Zukunft optimal zu sichern.“

 

Bürgergespräch


Bürgergespräch
zum Zukunftskonzept des Städtischen Klinikums Dresden

15. April 2021, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Live auf dem Facebookkanal der Stadt Dresden und bei SACHSEN Fernsehen, Kanal Dresden


Aufgrund der aktuellen Coronalage wird dies als Online-Veranstaltung realisiert. Durch Rückmeldebögen, die in den Stadtbezirksämtern, im Rathaus sowie an den Standorten des Städtischen Klinikums öffentlich ausliegen, erhalten auch Bürger*innen, die keinen Zugang zu digitalen Medien haben, Gelegenheit, ihre Rückmeldungen zu geben.

Zudem können Wünsche und Fragen auch via Mail oder Onlineformular gesandt werden an E-Mail


Beschlussvorlage zum Zukunftskonzept durchläuft städtische Gremien

Die Entscheidung für eine konkrete langfristige Weiterentwicklung unseres Städtischen Klinikums Dresden – medizinisch wie baulich – rückt näher. Die Beschlussvorlage zum Zukunftskonzept 2035 ging Ende März 2021 in den städtischen Gremienlauf. Im Juni 2021 wird mit dem Votum des Stadtrates gerechnet. „Die Vorlage markiert einen wichtigen Absprungpunkt für die nachhaltige Ausrichtung unseres Klinikums in den nächsten 15 Jahren“, betont Marcus Polle, Kaufmännischer Direktor. Die Umsetzung des Szenarios ist in drei Phasen zu je fünf Jahren geteilt. Sodass konkrete Maßnahmen und Finanzbedarfe zum jeweiligen Zeitpunkt realistisch bewertet werden können und auch die Einbindung städtischer Gremien kontinuierlich gewährleistet ist.


Der Beschlussvorlage ging ein langer, sehr sorgfältiger und gründlicher Entstehungsprozess voraus. Ein Begleitteam aus leitenden Medizinern und Vertretern der städtischen Politik hat sich intensiv mit dem Für und Wider auseinandergesetzt und Alternativszenarien reflektiert. Von Chefärzten, Führungskräften der Pflege und der Verwaltung sowie einer breiten Mitarbeiterschaft unseres Hauses erfuhr das Konzept Zustimmung.

„Wir sind uns bewusst, dass heute noch nicht alle Details feststehen und wir auch auf Sicht fahren, deshalb ist es gut und wichtig, dass wir uns mit den 5-Jahresabschnitten auf einen überschaubaren Weg machen und damit auch die Möglichkeit haben nachzujustieren“, betont Marcus Polle.


Die Beschlussvorlage ist auch im Ratsinfosystem der Landeshauptstadt der Öffentlichkeit vollumfänglich zugänglich.


Informationsbroschüre zum Zukunftskonzept

Unter dem Titel Mehr Gesundheit. Für Dresden. informiert das Klinikum in einer   8-seitigen Broschüre über die avisierte Entwicklung unseres Klinikums bis zum Jahr 2035. Ausgangspunkt ist die medizinische Neuausrichtung unserer Medizin: Bislang getrennte medizinische Fachbereiche mit gleichem Leistungsangebot werden organisatorisch in neun interdisziplinären Zentren zusammgeführt, Expertise und Ressourcen damit gebündelt und optimaler eingesetzt. 

Informationsbroschüre Campus-Konzept

Für jeden einzelnen Standort wird die fachliche wie baulich-betriebliche Entwicklung für die kommenden 15 Jahre in dem Faltblatt visalisiert bzw. beschrieben und verdeutlich wie das Campus-Konzept die Anforderungen an eine moderne und zeitgemäße Medizin erfüllen wird. Zudem werden die Vorteile dieser Entwicklung für Patient*innenen und Mitarbeiter*innen angeführt.

Häufig gestellte Fragen zum Konzept

 

Das Neustadt/Trachau bleibt mit einem Notfallzentrum auch weiterhin die erste Anlaufstelle für Notfälle, die sich selbst vorstellen („Walking Emergencies“). Diese Selbstvorsteller machen einen Anteil von 82 Prozent an allen Notfällen aus, lediglich 18 Prozent der Notfälle kommen mit dem Rettungsdienst. Die Rettungswachen in Dresden sind gut verteilt. Maßgebend ist zudem der Weg zum Unfall, nicht der Weg zum Krankenhaus.

Mit einem notfallmedizinischen Angebot 24/7 am Neustädter Campus und zehn stationären Betten bieten das Klinikum auch ab dem Jahr 2035 eine umfassende Sicherheit für die Dresdner*innen in dieser Region. Das Neustädter Notfallzentrum in Neustadt/Trachau wird Teil des Zentrums für Notfallmedizin des Klinikums. Dies ermöglicht einen standortübergreifenden Personaleinsatz und damit weiterhin eine hohe Kompetenz in der Versorgung der Anwohner*innen. Im Bedarfsfall wird der/die Patient*in zeitnah nach Friedrichstadt verlegt.

In der Notfallversorgung des Dresdner Nordens treten dadurch keine Lücken ein.

Gerade die aktuelle Pandemie zeigt, wie wichtig es ist, die stationäre Versorgung an einem Standort zu bündeln. Derzeit hat das Klinikum seine Ressourcen an den Standorten Neustadt/Trachau und Friedrichstadt aufgeteilt. Es müssen Teams und Ausfallsituationen sowie Technik damit zweifach vorgehalten werden. Die Prozesse werden damit für das Klinikum sehr komplex.

Am Standort Friedrichstadt wird eine komplexe (Notfall-) Versorgung sichergestellt, weil hier Neurochirurgie, Gefäßchirurgie und Unfallchirurgie verortet sind. In Neustadt/Trachau befindet sich mit der Infektiologie ein ganz wichtiger Bereich mit großer Expertise. Wenn jetzt ein Patient mit einer Covid-Infektion nach einem schweren Unfall  nach Friedrichstadt eingeflogen wird, kann es passieren, dass alle Intensivbetten für Coronapatienten belegt sind, in Neustadt jedoch zwei Intensivbetten für Coronapatienten frei sind. Das führt zu sehr komplizierten Prozessen und einem hohen Organisationsaufwand. Hinzu kommt, dass sich der Standort Friedrichstadt mit der Pavillonbauweise hervorragend für die Bewältigung einer Pandemie eignet.

Die Beibehaltung des Status Quo bedeutet einen Erhalt von problematischen und unflexiblen Strukturen, verbunden mit einem hohen Instandhaltungs- und Erhaltungsaufwand: Doppelvorhaltung von Medizin und Personal, keine Kapazitäten zur Spezialisierung, Investitionen in Instandhaltung statt in innovative Medizintechnik und Infrastruktur.

Mit der Fusion der städtischen Krankenhäuser im Jahr 2017 wurde dahin gehend ein wichtiger Schritt getan, optimale Strukturen und Bedingungen innerhalb eines Klinikums für Patient*innen und Mitarbeiter*innen zu realisieren. Diesen Weg gilt es nun, konsequent weiter zu gehen.

Patient*innen – von jung bis alt – profitieren von der Versorgung an einem zentralen Campus. Durch die medizinischen Zentren kommunizieren nicht nur Mediziner auf kurzem Weg, alle für die Behandlung notwendigen Disziplinen stehen quasi gemeinsam am Patientenbett. Zugleich wird für Patient*innen ein ansprechendes Klinikumfeld geschaffen, da 70 Prozent der Infrastruktur in dem Zukunftsszenario durch Neubauten realisiert werden. Das ist ebenfalls ein Mehrwert für Mitarbeiter*innen. Sie profitieren von einem zeitgemäßen Arbeitsumfeld, von kurzen Wegen in modernen Gebäuden. Diese Strukturen verbessern die Arbeitsbedingungen.

Aufgrund der Größe und der Vielfalt des Leistungsangebots an einem Ort ergeben sich zudem für das hochqualifizierte Personal vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

In die Entstehung des Konzepts sind leitende Mediziner eingebunden gewesen. Gemeinsam mit Führungskräfte der Medizin, Pflege und auch der Verwaltung sind in kleinen Runden die Ausgestaltung reflektiert und diskutiert wurden. In einem weiteren Schritt wurden sehr viele kleinteilige Veranstaltungen für die breite Mitarbeiterschaft organisiert und das präferierte Szenario vorgestellt. So wurde der Dialog mit den Mitarbeiter*innen konstant aufrecht gehalten. Es wurden Rückmeldungen und Anmerkungen reflektiert und zum Teil in das Konzept eingebracht. Parallel steht den Klinikmitarbeiter*innen ein Intranet zur Verfügung, um sich über den aktuellen Stand und nächste Schritte zu informieren. Es gibt einen sehr aufwendig gestaltete Informationsbroschüre, die die Entwicklung für das Klinikum bis 2035 skizziert. Für den Dialog und Feedback gibt es eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse für die Mitarbeiter*innen.

Wir bauen in den nächsten 14 Jahren weiterhin die hohe Expertise am Standort Neustadt/Trachau mit einem breitem medizinischen Angebot aus. Dafür brauchen wir alle Kolleg*innen. Es ist verständlich, dass die skizzierten Veränderungen vor allem für Mitarbeiter*innen des Neustädter Standortes emotional sind. Es ist wichtig, auch diese mitzunehmen, denn das Klinikum benötigt jeden einzelnen Mitarbeiter, um das Szenario zu realisieren.

Wir sagen "Ja" zur Tarifbindung und werden die Beschäftigtenzahl auf dem Niveau von 2020 erhalten.

Von einer zeitgemäßen und attraktiven Ausgestaltung des Arbeitsumfeldes  - insbesondere da der Neubauanteil bei 70 Prozent liegt und die Infrastruktur optimal gestaltet werden kann – profitieren vor allem die Mitarbeiter*innen. Eine gute Infrastruktur verbessert Prozesse. Die Einsatzmöglichkeiten für Mitarbeiter*innen sind vielfältig – von der Ausbildung bis zur Rente – aufgrund der Größe und der Breite des Leistungsspektrums. Zudem bleibt das Klinikum mit der Umsetzung des Konzeptes auch bei stetig steigenden Fachkräftemangel attraktiv für qualifizierte Bewerber*innen.

Die medizinisch optimale Versorgung steht allem Voran. Die Medizinstrategie und deren bestmögliche Umsetzung sind der Treiber der baulich-betrieblichen Entwicklung.

Wir stellen die Medizin neu auf − 9 Zentren spiegeln unsere medizinische Exzellenz. Dafür werden bislang getrennte medizinische Fachbereiche mit gleichem Leistungsangebot organisatorisch zusammengeführt und als interdisziplinäre Zentren vereint. Personal und fachliche Expertise werden gebündelt, Doppelstrukturen reduziert. Bis 2035 entstehen so auf Grundlage einer klaren fachlichen Zuordnung neun Zentren, die eine ganzheitliche Versorgung in noch höherer Qualität ermöglichen. Dieses Zielbild berücksichtigt die demografische Entwicklung sowie den medizinischtechnischen Fortschritt in den nächsten 15 Jahren: Die ältere Bevölkerung nimmt zu. Mit einem Geburtenrückgang stagniert das Bevölkerungswachstum jedoch insgesamt, deshalb werden in naher Zukunft nur begrenzt Fachkräfte verfügbar sein. Ältere Menschen werden sich zunehmend mit Herz- und Gefäßerkrankungen vorstellen. Außerdem rechnen die Mediziner mit komplexeren Eingriffen an Organen und Gewebe. Zukünftig werden zudem bedingt durch
moderne Medizintechnik und Therapiemethoden bislang stationär behandelte Krankheitsbilder vermehrt ambulant therapiert.

Allein das skizzierte Campus-Konzept erfüllt die Anforderungen an eine moderne und zukunftsorientierte Versorgung der Dresdner Bevölkerung und fördert die Attraktivität des städtischen Klinikums als Ausbildungs- und Arbeitsplatz in der Stadt. Guten Strukturen und Leistungsangeboten folgt der wirtschaftliche Erfolg.

Das Konzept wird für die Umsetzung baulich in drei Phasen zu je fünf Jahren geteilt. Jeder Zeitabschnitt beinhaltet konkrete Maßnahmen und Finanzbedarfe für die Realisierung. Dadurch werden die städtischen Gremien kontinuierlich beteiligt und es besteht die Möglichkeit auf dem Weg nachzujustieren. 

Bereits heute werden Entscheidungen für Maßnahmen und Investitionen so ausgerichtet, dass sich das Klinikum auf den Weg zu dem modernen medizinischen Gesundheitsversorger macht, der im Konzept für das Jahr 2035 beschrieben wird: So ist bereits der Neubau des Funktionsgebäudes für Labor und Pathologie am Standort Friedrichstadt mit 18 Millionen Euro im städtischen Doppelhaushalt 2021/2022 gesichert. Gleiches gilt für Fördermittel zum Umbau und Sanierung für Haus P an diesem Campus mit 42 Millionen Euro. Für die erste ‚Fünfjahresscheibe‘ bedarf es damit lediglich einer Entscheidung zum Neubau des Zentrums für psychische Gesundheit am Weißen Hirsch, über rund 95 Millionen Euro.

Bereits heute richten wir unsere Entscheidungen zu Maßnahmen und Investitionen so aus, dass wir uns auf den Weg zu einem modernen medizinischen Gesundheitsversorger machen, den wir für 2035 beschreiben. Das heißt, wir sind schon heute dabei unsere Strukturen

voran zu bringen. Im Juli dieses Jahres ist der Umzug der Neurologie von Neustadt nach Friedrichstadt geplant. Das ist der finale Baustein für unser Kopf- und Neurozentrum. Am Standort Neustadt planen wir einen vierten Kreißsaal. Das stärkt das Angebot eines Mutter-Kind-Zentrums. 2023 ist der Umzug der Kardiologie vom Weißen Hirsch nach Neustadt/Trachau vorgesehen. Je größer unsere medizinischen Zentren, umso größer ist auch die Expertise, dies ist in der Medizin generell bewiesen. Wir warten mit unserer Weiterentwicklung nicht bis 2035, wir verbessern und investieren jetzt.

Die medizinisch optimale Versorgung steht allem Voran. Die Medizinstrategie und deren bestmögliche Umsetzung sind der Treiber der baulich-betrieblichen Entwicklung. Allein das skizzierte Campus-Konzept erfüllt die Anforderungen an eine moderne und zukunftsorientierte Versorgung der Dresdner Bevölkerung und fördert die Attraktivität des städtischen Klinikums als Ausbildungs- und Arbeitsplatz in der Stadt. Guten Strukturen und Leistungsangeboten folgt der wirtschaftliche Erfolg.