Erster internationaler World Restart a Heart Day - wir sind dabei!

15. Oktober 2018

Am 16. Oktober 2018 findet erstmals auf internationaler Ebene der ‚World Restart a Heart Day’ statt. Überall auf der Welt sind Gesundheitseinrichtungen aufgerufen,  Aktionen durchzuführen, damit  die Menschen auch unabhängig von Erste-Hilfe-Kursen lernen, was im Notfall zu tun ist und wie sie im Ernstfall Leben retten können.

Gemeinsam werden mit dem Amt für Brand- und für Brand- und Katastrophenschutz werden Mediziner des Städtischen Klinikums Dresden an diesem Tag Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die im Bürgerkontakt stehen, professionell in der Reanimation anleiten und schulen. „Während in Ländern wie Schweden oder Norwegen die Laienreanimationsraten zwischen 60 und 80 Prozent liegen, beginnen Laien, unter anderem auch Deutschland, nur in 30 bis 40 Prozent der Fälle mit der Wiederbelebung. Käme man weltweit auf bis zu 80 Prozent, könnten jährlich mehrere hunderttausend Leben zusätzlich gerettet werden. In Deutschland immerhin zehntausend Menschenleben“, erklärt Dr. Andreas Nowak, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. „Deshalb ist es so wichtig, dass wir mit dem ‚World Restart a Heart Day’ weltweit auf die enormen Möglichkeiten durch die Laienreanimation hinweisen und sich möglichst viele Institutionen beteiligen“, unterstreicht er. Primäres Ziel des Tages ist es, ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen und weltweit möglichst viele Laien in Wiederbelebungsmaßnahmen zu schulen.

 

Hintergrund
Der Herzkreislaufstillstand außerhalb eines Krankenhauses gehört in den Industrieländern zu den häufigsten Todesursachen. Allein in den USA und Europa verdeutlichen jährlich mehr als 700.000 Todesfälle eindrucksvoll, wie wichtig schnelle Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien wären.  Bei einem Herzkreislaufstillstand ist vor allem die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff extrem wichtig. Eine sofortige Herzdruckmassage kann den dafür nötigen Blutfluss sicherstellen, denn bereits nach drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff beginnt das Gehirn abzusterben. Der frühe Beginn der Wiederbelebung durch Angehörige oder Passanten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gilt als der wichtigste Faktor, um die Überlebenschancen der Patienten zu verdoppeln oder sogar zu vervierfachen.