Adipositaszentrum (Neustadt/Trachau)

Adipositas

Hier haben wir für Sie ein paar allgemeine Informationen zu möglichen Fragen zusammengestellt.

Das gängigste Verfahren um Übergewicht und zu definieren ist der sogenannte Body-Mass-Index oder kurz BMI. Den eigenen BMI kann man mit folgender Formel ausrechnen: BMI = Gewicht in kg ⁄(Körpergröße in m)². Auf unserer Startseite können Sie Ihren BMI ausrechnen lassen. Der BMI-Wert wird wie folgt eingeteilt:

  • BMI 18,5 bis 25: Normalgewicht
  • BMI 25 bis 30:    Übergewicht
  • BMI ab 30:         

Die wird in drei Grade unterteilt:    Grad I (BMI 30-35),

                                                                        Grad II (BMI 35-40) und

                                                                        Grad III (BMI größer als 40).

Der BMI ist nur eine grobe Einschätzung und hat auch Nachteile. So berücksichtigt die Formel z.B. nicht das Verhältnis von Muskelmasse und Körperfett, wodurch manche Sportler einen BMI-Wert im Bereich des Übergewichts haben. Es gibt jedoch auch noch andere Methoden, um Übergewicht zu definieren. Bei einem Taillenumfang von mehr als 88 Zentimetern bei Frauen bzw. mehr als 102 Zentimetern bei Männern spricht man ebenfalls von .

Diese Frage scheint zunächst einfach beantwortet. Übergewicht entsteht, wenn man mehr Energie (in Form von Nahrung) zu sich nimmt, als man verbraucht. So einfach ist die Antwort jedoch nicht. Bei Übergewicht und spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle.

 

Grafik DAG

Grafik entnommen aus dem Medienleitfaden der Deutschen Adipositas Gesellschaft

Dramatisch ist der weltweite Anstieg der besonders deshalb, da mit dieser Erkrankung das Risiko für eine Vielzahl von weiteren Erkrankungen steigt. So haben Menschen mit ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus, Gallensteine, Fettstoffwechselstörungen, , eine Fettleber oder das Schlaf-Apnoe-Syndrom.

Ebenso gibt es ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheiten oder Bluthochdruck), Erkrankungen des Gelenkapparates (z.B. Kniegelenkarthrose oder Rückenschmerzen) und bestimmte Krebserkrankungen.

Für Frauen ergeben sich besondere Schwierigkeiten schwanger zu werden und es treten gehäuft Komplikationen während der Schwangerschaft auf. Schließlich haben Menschen mit ein erhöhtes Operations- und Narkoserisiko, ein erhöhtes Unfallrisiko und eine geringere Lebenserwartung.

Neben körperlichen Erkrankungen treten auch psychische Krankheiten häufiger auf. Viele Menschen mit erleben Stigmatisierung und Diskriminierung, ziehen sich zurück und nehmen nicht mehr am sozialen Leben teil. Es gibt ein erhöhtes Risiko für Depressionen und Angststörungen aber auch für Essstörungen, die mit dem Auftreten von Essanfällen und manchmal auch selbst herbeigeführtem Erbrechen verbunden sind.

Fast jeder Mensch mit hat schon einmal im Leben versucht, Gewicht mit einer Diät zu verlieren. Da man bei einer Diät immer weniger isst, als der Körper eigentlich braucht, verliert man zunächst Gewicht. Beendet man die Diät und isst wieder normal, legt der Körper für mögliche spätere Hungerphasen erstmal „Energiereserven“ an – wodurch der bekannte Jojo-Effekt entsteht.

Eine dauerhafte Reduktion des Körpergewichts gelingt nur mit einer dauerhaften Umstellung der Lebensweise. Will man langfristig sein Körpergewicht reduzieren, sollte man die eigenen Ess- und Bewegungsgewohnheiten grundsätzlich überdenken, aber auch an den eigenen Verhaltensweisen in Bezug auf Essen arbeiten, z.B. ob man Essen nutzt, um Stress abzubauen („Frustessen“). Und: das Übergewicht kam nicht von heute auf morgen – genauso wird es nicht über Nacht verschwinden. Auch wenn man gerne „so schnell wie möglich“ abnehmen möchte, sollte eine Gewichtsreduktion langsam erfolgen.

Damit die geänderten Ernährungs- und Bewegungsweisen in den Alltag eingebaut werden können – und man nicht wieder in die Jojo-Falle tappt. Bei gesunder Lebensweise kann man von einer Reduktion des Körpergewichtes von 5 - 10% pro Jahr ausgehen. Langfristig gesund abzunehmen dauert also einige Jahre.