Psychiatrie und Psychotherapie (Weißer Hirsch)

Station P4

Psychotherapie

Leitende Oberärztin

Dr. med. Theresa Glöckler

Fachärztin für und , Fachärztin für Neurologie, suchtmedizinische Grundversorgung
Telefon: 0351 856-6905  
E-Mail Details

Stationsleitung Pflege

Kristina Zschiedrich

Telefon: 0351 856-6940  
E-Mail Details

Telefon

0351 856-6940

Ausstattung

Zwei-Bettzimmer

Besuchszeiten

Montag bis Freitag 16:00 bis 20.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag bis 20:00 Uhr

Lage

Haus 2


Kurzvorstellung

Auf der Schwerpunktstation in unserer Klinik stehen 16 Plätze für Patienten zur Verfügung. Die Behandlungsdauer richtet sich dabei nach der individuellen Notwendigkeit und beträgt in der Regel 6 bis 12 Wochen.


Psychotherapie in der Psychiatrie oder in der Psychosomatik?

In Deutschland haben sich zur Behandlung psychischer Erkrankungen zwei Fachgebiete entwickelt: die und die Psychosomatik. Beide verwenden psychotherapeutische Methoden.

Mit der Bezeichnung »Zentrum für Psychische Gesundheit« wollen wir deutlich machen, dass in unserem Krankenhaus beide Fachgebiete / Kliniken kooperativ vertreten sind. Gern unterstützen wir Patienten sowie einweisende Kollegen bei der Auswahl des geeigneten psychotherapeutischen Settings.

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Behandlungsziele

  • Entaktualisierung bestehender Krisen
  • Erarbeitung einer Veränderungsmotivation / Neuorientierung
  • Ressourcenaktivierung
  • Psychophysische Symptomreduktion
  • Reduktion dysfunktionalen Verhaltens (z. B. Selbstschädigung)
  • Aufarbeitung lebensgeschichtlicher Ereignisse, welche die Beschwerden auslösten oder aufrechterhalten
  • Befähigung zur weiterführenden ambulanten

Behandlungsangebote

Die Angebote beruhen auf einem integrativen Behandlungsansatz, der den biopsychosozialen Ursachen und Folgen psychischer Erkrankungen gerecht wird. Unsere Station fühlt sich dabei keiner psychotherapeutischen Schule verpflichtet, d. h. es werden Elemente verschiedener Therapierichtungen (z. B. Verhaltenstherapie) angewandt (eklektisches Vorgehen).
Es existiert ein Bezugspflege- und Bezugstherapeutensystem. Flankiert wird die Behandlung durch die entsprechenden Spezial therapeuten (z. B. Musiktherapeut, Ergotherapeutin, Sozialpädagogin). Es erfolgt eine ausführliche Psychodiagnostik (teilweise computergestützt) und Abklärung körperlicher Beschwerden. Gemeinsam mit dem Patienten werden dann Therapieziele, -pläne und -interventionen erarbeitet. Neben den medizinischen und pflegerischen Grundleistungen (Medikation, Visiten etc.) haben wir u. a. folgende spezifische Behandlungsangebote:

  • Psychotherapeutisch: Einzelgespräch
  • Bezugspflegegespräch
  • Gruppenpsychotherapie
  • nach M. Linehan (Skillstraining, Verhaltensanalysen, Diary-Card, Notfallkoffer etc.)
  • Indikative Gruppen (Stress, Soziale Kompetenz, Angst, Depression, Psychose, Bipolare Störung, Schlaf)
  • Ärztliche Informationsgruppe
  • Bewegungstherapeutische Angebote (Frühsport /Walking, Kommunikative Bewegungstherapie nach Wilda-Kiesel)
  • Physiotherapie
  • Entspannungstherapien (PMR, AT)
  • Traumatherapie (Imagery Rescripting nach Smucker /Vetter; Kognitive Verhaltenstherapie nach Ehlers)
  • Ernährungsberatung und -management
  • Ergo- und Kreativtherapie, Malgruppe
  • Regulative Musiktherapie, Instrumentalimprovisation
  • Sozialarbeit
  • Angehörigengespräche
  • Alltagspraktisches Training (Kochgruppe, Gemeinschaftsnachmittage)
  • Kognitives Training (cogpack)
  • Lichttherapie, Aromatherapie
  • Achtsamkeitsgruppe / Imagination

 

Behandlungsvoraussetzungen und -organisation

Behandelt werden Frauen und Männer, die mindestens 18 Jahre alt sind.
Behandlungsindikationen sind: Affektive Erkrankungen (Depressionen, bipolare Störungen), Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen, Dissoziative Erkrankungen (z. B. Dissoziative Identitätsstörung, Konversion), Somatoforme Erkrankungen (einschließlich somatoforme Schmerzstörungen), Essstörungen (außer Anorexie), Schlafstörungen, sexuelle Funktionsstörungen, Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline, Selbstunsicherheit), Impulskontrollstörungen, Schizophrene Erkrankungen (nach Abklingen der Akutsymptomatik).
Kontraindikationen sind: akute psychotische Erkrankungen, primäre Suchterkrankungen, Anorexia nervosa, Demenzen, Intelligenzminderung nach ICD-10, forensisch relevante Störungen und sexuelle Devianzen, schwere hirnorganische oder körperliche Erkrankungen. Bei Vorliegen einer Kontraindikation wird auf die entsprechenden Stationen in unserer Klinik bzw. in sektoriell zuständige Krankenhäuser oder Spezialeinrichtungen überwiesen.
Voraussetzung für eine Behandlung ist ein Einweisungsschein des ambulanten Arztes und das Einverständnis des Patienten in die Stations- und Therapieordnung sowie den Behandlungsvertrag. Die Patienten sollten in der Lage sein, die Therapie angebote kognitiv zu erfassen. Die Kosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Unsere Station steht in der Akut- und Regelversorgung den Patienten unseres Einzugsgebietes, bei Kapazitäten auch darüber hinaus, zur Verfügung.

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Vorgehen bei stationärer Aufnahme!


Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung wird gewährleistet über:

  • Regelmäßige Teambesprechungen, Chef- u. Oberarztvisiten, externe und interne Supervision
  • Abschlussbefragung der Patienten
  • Fortlaufende Weiterbildung der Mitarbeiter

Die Station unterhält vielfältige Kontakte zum ambulanten Versorgungssystem, zu Selbsthilfegruppen, einweisenden Ärzten, Verbänden (z. B. -Dachverband, VIVT) sowie stationären Einrichtungen in Dresden und darüber hinaus.


weitere Ansprechpartner:

Stationsarzt
Telefon: 0351 856-6975

Diplom-Psych. Mathias Mohr (Leitender Psychologe)
Telefon: 0351 856-6979

Sozialarbeiterin
Telefon: 0351 856-6978

 

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