Psychiatrie und Psychotherapie (Weißer Hirsch)

Station P1

Akutpsychiatrie

Leitende Oberärztin

Dr. med. Theresa Glöckler

Fachärztin für und , Fachärztin für Neurologie, suchtmedizinische Grundversorgung
Telefon: 0351 856-6905  
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Stationsleitung Pflege

Anne Tittel

Telefon: 0351 856-6910  
E-Mail Details

Telefon

0351 856-6910

Ausstattung

Ein- bis Zwei-Bettzimmer

Besuchszeiten

täglich 14:00 bis 20:00 Uhr

Lage

Haus 2, Erdgeschoss


Kurzvorstellung

Auf der Akutstation an unserem Klinikum stehen 14 Plätze zur Behandlung psychiatrischer Patienten zur Verfügung, die sich in der Regel in einer schweren Krankheitsphase befinden, welche durch eine verminderte Selbststeuerungsfähigkeit und akute Eigen- und Fremdgefährdung gekennzeichnet sein kann.

Die Patienten kommen häufig als Notfälle, wenn das Denken und Fühlen krankheitsbedingt sehr eingeengt sind und daher auch oft die Krankheitseinsicht fehlt. Häufige Diagnosen bzw. Problemfelder sind u. a. Schizophrene Störungen, Bipolare , Depressionen, Suizidversuche, Krisenintervention und Entgiftung bei Alkoholproblemen, Erregungs- und Verwirrtheitszustände (auch bei gerontopsychiatrischen Patienten).

Auch eine gerichtliche Unterbringung kann bei einigen Patienten notwendig sein, wenn aufgrund der psychischen Erkrankung keine Behandlung auf freiwilliger Basis möglich ist. Bei Behandlungsbeginn ist der Ausgang oft eingeschränkt bzw. nicht möglich.

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Der Stationsablauf ist gekennzeichnet durch sehr unterschiedliche Verweildauern (wenige Tage bis mehrere Monate). Nach der Stabilisierung erfolgt eine direkte Entlassung oder bei gegebener Indikation eine Verlegung auf die offenen Stationen des Hauses. Die therapeutischen Angebote zielen v. a. auf Aktivierung und Tagestrukturierung. Manchen Patienten ist die Teilnahme nur eingeschränkt möglich. Dem wird individuell und nach Verlauf Rechnung getragen. Zur medizinisch-medikamentösen Behandlung erfolgt ergänzend eine psychologisch/psychotherapeutische Begleitung und die Unterstützung bei persönlichen Belangen und Behördenangelegenheiten durch unsere Sozialpädagogen bzw. Sozialarbeiter.

Behandlungsziele

  • Diagnostische Abklärung
  • Schonraum/Schutzraum geben
  • Aufnahme einer therapeutischen Beziehung
  • Entaktualisierung bestehender Krisen, Finden von Abstand zu aktuellen Problemen, Stabilisierung
  • Klärung und Regelung von akuten Problemen
  • Medikamentöse Symptomreduktion
  • Aktivierung und Tagestrukturierung
  • Unterstützung der medikamentösen Behandlung (Compliance, Krankheitseinsicht fördern)
  • Psychoedukation
  • Klärung der weiteren stationären bzw. ambulanten Versorgung


Behandlungsangebote

Die Angebote beruhen auf einem integrativen Behandlungsansatz, der den physischen, psychischen und sozialen Faktoren psychischer Erkrankungen gerecht wird. Schwerpunkt ist die medizinisch-medikamentöse Behandlung.
Aber auch der Umgang mit der Krankheit, die Akzeptanz krankheitsbedingter Einschränkungen, die Entwicklung von Bewältigungsmechanismen sind wesentliche Therapiebausteine.
Flankiert wird die Behandlung durch die entsprechenden Fachtherapeuten (z. B. Musiktherapeut, Sozialpädagoge, Ergotherapeut).
Neben den medizinischen und pflegerischen Leistungen (Medikation, Visiten etc.) nach den Pflegestandards des Krankenhauses gibt es u. a. folgende Behandlungsangebote:

  • Psychotherapeutische und ärztliche Einzelgespräche zur Krisenbewältigung und medizinischen Aufklärung
  • Bewegungstherapeutische Angebote (Frühsport, Tanztherapie)
  • Physiotherapie
  • Ernährungsberatung
  • Ergo- und Kreativtherapie, Maltherapie
  • Regulative Musiktherapie, Singen
  • Sozialarbeit
  • Alltagspraktisches Training (z. B. Koch- und Backgruppe, Einkaufstraining)
  • Angehörigengespräche
  • Gruppengespräche
  • Psychodiagnostik


Behandlungsvoraussetzungen und -organisation

Behandelt werden Frauen und Männer ab einem Alter von 18 Jahren.
Behandlungsindikationen sind: Schizophrene Störungen, wie Depressionen und Bipolare Störungen, Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen, Anpassungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Impulskontrollstörungen, hirnorganische Erkrankungen, Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen).
Die Kosten werden vom jeweiligen Kostenträger getragen.

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Vorgehen bei stationärer Aufnahme!


Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung wird gewährleistet über:

  • Teambesprechungen, Ober- und Chefarztvisiten
  • Qualifizierung der Mitarbeiter
  • Mitarbeit in Qualitätszirkeln
  • externe und interne Supervision

Die Station unterhält vielfältige Kontakte zum ambulanten Versorgungsnetz, Selbsthilfegruppen, einweisenden Ärzten, stationären Einrichtungen in Dresden und der Region.


weitere Ansprechpartner:

Stationsarzt
Telefon: 0351 856-6911

Sozialarbeiterin
Telefon: 0351 856-6973

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