Radiologie (Friedrichstadt)

PET/CT

Die Positronenemissionstomographie/ Computertomographie (PET/CT) ist ein bildgebendes Verfahren, mit welchem man einerseits die Funktion des Körpers (im PET) und andererseits die Form des Körpers (im CT) darstellen kann. Hierfür werden leicht radioaktive Medikamente in eine Vene injiziert und (nach einer für jedes Medikament bestimmten) Wartezeit Aufnahmen in einem Gerät durchgeführt, welches äußerlich einem Computertomographen sehr ähnlich sieht. Die Untersuchung selbst dauert allerdings länger als ein normales CT (in der Regel 30-60 Minuten). Im Anschluss an die Untersuchung kann der Arzt mit hoher Treffsicherheit zum Beispiel zwischen erkranktem Gewebe und Narbengewebe unterscheiden und Therapieempfehlungen aussprechen.

Das Städtische Klinikum Dresden ist einer von nur wenigen PET/CT-Standorten in Sachsen und versorgt unter anderem auch Patienten aus dem Süden Brandenburgs.

Nach schriftlicher Anmeldung des Patienten durch den Zuweiser und erfolgreicher Indikationsprüfung wird ein Termin zur Untersuchung vereinbart. Wichtig hierbei ist eine absolute Termintreue, da das Medikament über die Zeit "zerfällt".

Nach einem ausführlichen, auf die Untersuchung ausgerichteten Gespräch und einer Kontrolle der Blutwerte entscheidet der Arzt individuell über die zu injizierende Menge des leicht radioaktiven Medikaments (Radiopharmakons) und darüber, ob eventuell weitere Medikamente zur Bildverbesserung und Reduktion der Strahlendosis gegeben werden.

Das radioaktive Medikament hat aufgrund der geringen Menge, die injiziert wird in der Regel keine Wirkung oder Nebenwirkungen.

Nach Injektion des Radiopharmakons wird eine bestimmte Zeit abgewartet, damit sich dieses im Körper verteilen kann. Anschließend erfolgt die Untersuchung im PET/CT.

Bespielhafte Darstellung einer PET/CT-Untersuchung

Das PET/CT entspricht äußerlich einem CT, aufgrund der enthaltenen Technik ist der "Tunnel" allerdings länger. Mit einem maximalen Tunneldurchmesser von 78 cm haben für gewöhlich auch Patienten mit Platzangst keine Probleme während der Untersuchung. Während der Untersuchung wird der Patient mehrfach durch den Tunnel gefahren, um verschiedene Bilder aufzunehmen.

Nach Abschluss der Untersuchung kann der Patient die Einrichtung verlassen, Vorsichtsmaßnahmen sind in der Regel nicht notwendig.

Die erstellten Bilder werden von einem Facharzt für Radiologie und für Nuklearmedizin gemeinsam ausgewertet und ein Befund an den Zuweiser geschickt.

Befundung am PET/CT - Teamarbeit zwischen Radiologie und Nuklearmedizin

Auch wenn es sich um eine radioaktive Substanz handelt, ist die Strahlenbelastung durch die Injektion des Radiopharmakons sehr gering. Sie beträgt etwa 5-6 mSv (Millisievert) effektive Dosis(1) und liegt damit gerinfügig über der jährlichen durchschnittlichen Belastung der Bevölkerung unserer  Region(1). Zum Vergleich: Ein Raucher, der 20 Zigaretten pro Tag konsumiert hat eine jährliche Strahlenbelastung von ca. 9 mSv (2)! Das Radiopharmakon zerfällt mit einer bestimmten Geschwindigkeit, so dass es im zeitlichen Verlauf immer weniger strahlt. Einerseits bleibt dadurch die Strahlenbelastung für Patient und Umgebung gering, andererseits erfordert diese Eigenschaft jedoch ein zügiges Arbeiten, um eine bestmögliche diagnostische Aussage zu erhalten.

Die Strahlenbelastung durch die CT ist abhängig davon, ob eine einfache Computertomographie für technische Zwecke oder eine diagnostische Computertomographie mit zusätzlicher Kontrastmittelinjektion durchgeführt wird.

 

(1) Information auf den Seiten des Bundesamtes für Strahlenschutz  [link]
(2) Informationsblatt des bayrischen Landesamts für Umwelt zum Thema Radioaktivität 2016  [link]

Die Anmeldung zur PET/CT erfolgt grundsätzlich schriftlich über unten stehendes Formular. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aufgrund der Komplexität der Untersuchungen eine vollständig ausgefüllte Anmeldung erforderlich ist.

Anmeldeformular PET/CT

Für telefonische Erstauskünfte erreichen Sie uns unter 0351/4801193 oder per Mail unter

 

Sie finden uns im Erdgeschoss Haus L des Städtischen Klinikums Dresden-Friedrichstadt.

Sie erreichen uns mit dem Auto, dem Bus (Linie 94/ Haltestelle "Krankenhaus Friedrichstadt (Sportpark Ostra)" oder der Straßenbahn (Linie 10 bis Haltestelle "Krankenhaus Friedrichstadt (Sportpark Ostra)".

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verantwortlich:

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Dr. med. Jan-Henning Schierz

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