Medizinische Berufsfachschule

Pflegefachfrau oder Pflegefachmann

 

Der Beruf führt die bisherigen Berufsausbildungen der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Altenpflege generalistisch zusammen. Die Ausbildung vermittelt somit die Kompetenzen für die selbständige, umfassende und prozessorientierte Pflege von Menschen aller Altersstufen.

Mit Ihrem Berufsabschluss können Sie in folgenden Bereichen arbeiten:

  • in der stationären Akutpflege (z. B. im Krankenhaus)
  • in der stationären Langzeitpflege (z. B. im Seniorenheim)
  • in der ambulanten Pflege (z. B. im ambulanten Pflegedienst)
  • in der pädiatrischen Versorgung (z. B. in der Kinderklinik)
  • in der psychiatrischen Pflege (z. B. im Krankenhaus für )

und in vielen weiteren Bereichen wie im Hospiz, in Beratungsstellen u. v. m.

  • Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und Planung der Pflege
  • Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses
  • Durchführung der Pflege und Dokumentation der angewandten Maßnahmen
  • Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege
  • Bedarfserhebung und Durchführung präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen bei der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit sowie bei der Erhaltung und Stärkung der eigenständigen Lebensführung und Alltagskompetenz unter Einbeziehung ihrer sozialen Bezugspersonen
  • Erhaltung, Wiederherstellung, Förderung, Aktivierung und Stabilisierung individueller Fähigkeiten der zu pflegenden Menschen im Rahmen von Rehabilitationskonzepten sowie Pflege und Betreuung bei Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten
  • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen des Arztes und Durchführung von Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen
  • Anleitung, Beratung und Unterstützung von anderen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen in den jeweiligen Pflegekontexten sowie Mitwirkung an der praktischen Ausbildung von Angehörigen in Gesundheitsberufen
  • eigenständige Durchführung ärztlich angeordneter Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation
  • interdisziplinäre fachliche Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen
  • Entwicklung und Umsetzung von individuellen, multidisziplinären und berufsübergreifenden Lösungen bei Krankheitsbefunden und Pflegebedürftigkeit

Die dreijährige Ausbildung beginnt am 01. September oder 01. März des Jahres und erfolgt auf Grundlage

  • des Gesetzes über die Pflegeberufe (Pflegeberufegesetz - PflBG) und
  • der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV)

Die Ausbildung umfasst 2.100 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht und 2.500 Stunden praktische Ausbildung. Unterricht und praktische Ausbildung wechseln sich im Blockverfahren ab. Der Unterricht findet an unserer Medizinischen Berufsfachschule und in Schulungsräumen in der Ausbildungseinrichtung statt. Damit sichern wir die enge Verknüpfung zwischen Theoriewissen und praktischen Anforderungen. 

Theoretischer und praktischer Unterricht in folgenden Kompetenzbereichen:

  • Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren.
  • Kommunikation und Beratung personen- und situationsorientiert gestalten.
  • Intra- und interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten.
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien reflektieren und begründen.
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen.
  • Orientierungseinsatz (erster Einsatz im Ausbildungskrankenhaus = Träger der praktischen Ausbildung)
  • Pflichteinsatz stationäre Akutpflege im Krankenhaus
  • Pflichteinsatz stationäre Langzeitpflege, z. B. im Seniorenheim
  • Pflichteinsatz ambulante Pflege, z. B. im häuslichen Pflegedienst
  • Pflichteinsatz in der pädiatrischen Versorgung, z. B. in einer Kinderklinik
  • Pflichteinsatz psychiatrische Pflege im Krankenhaus
  • weitere Einsätze im Hospiz, in Beratungsstellen u. a.
  • Vertiefungseinsatz (letzter Einsatz im Ausbildungskrankenhaus = Träger der praktischen Ausbildung)

Sie schließen einen Ausbildungsvertrag mit unserem Klinikum oder mit einem unserer Kooperationspartner. Die Ausbildungsvergütung erfolgt entsprechend dem Tarifvertrag des Ausbildungsträgers.

Zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt eine schriftliche und praktische Zwischenprüfung, die den Ausbildungsstand bzw. den Erwerb von Komptenzen ermittelt. Die Ausbildung endet mit der staatlichen Prüfung, die aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht.

Nach bestandener Prüfung erhalten Sie die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau" bzw. "Pflegefachmann".

Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung haben Sie vielseitige Qualifizierungsmöglichkeiten:

  • Fachweiterbildungen (Anästhesie- und Intensivpflege, , , Geriatrie, Gerontopsychiatrie, Pädiatrie, Notfallmedizin, Praxisanleitung, Stationsleitung ...)
  • Fortbildungen (Kommunikation, Pflegewissenschaft, Pflegetechniken ...)
  • Studienmöglichkeiten (Pflegewissenschaft und -management, Public health, Pflegepädagogik ...)
  • Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung 
  • gesundheitliche und persönliche Eignung
  • Sprachkenntnis Deutsch: sehr gutes B2-Niveau, C1 wird bevorzugt
  • polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag

 

Wir wünschen uns eine positive Einstellung zum Lernen und die Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung der Lernprozesse und des Schullebens.

Für den Beruf brauchen Sie

  • hohes Einführungsvermögen und die Fähigkeit, mit fremden Menschen umzugehen,
  • die Fähigkeit zur angepassten Kommunikation und Zusammenarbeit mit Pflegebedürftigen und Teammitgliedern,
  • manuelle Fertigkeiten,
  • Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft.

Für diese Ausbildung können Sie sich ganzjährig in unserem Krankenhaus und bei weiteren Kooperationspartnern als Träger der praktischen Ausbildung bewerben. 

  • Städtisches Klinikum Dresden, Friedrichstraße 41, 01067 Dresden

https://www.klinikum-dresden.de/Ausbildung/Online+bewerben.html#navigation

  • Herzzentrum Dresden gGmbH, Fetscherstraße 76, 01307 Dresden
  • Malteser Krankenhaus St. Johannes, Nebelschützer Straße 40, 01917 Kamenz
  • Sächsisches Krankenhaus für und Neurologie, Hufelandstraße 15, 01477 Arnsdorf
  • Oberlausitz-Kliniken gGmbH, Am Stadtwall 3, 02625 Bautzen

Herr Norbert Herrmann

Telefon: +49 (0) 351 480-3404

E-Mail: E-Mail