Medizinische Berufsfachschule

Pflegefachfrau oder Pflegefachmann

 

Mögen Sie Abwechslung? Wollen Sie etwas Sinnvolles für die Gemeinschaft tun? Schätzen Sie es, sich für Menschen in allen Lebenslagen zu engagieren? Wollen Sie Menschen Geborgenheit und Zuwendung geben? Suchen Sie einen Beruf mit vielen tollen Perspektiven, der europaweit Arbeitsmöglichkeiten bietet?

Dann ist die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann richtig für Sie!

Unsere Berufsfachschule am Städtischen Klinikum Dresden bildet seit über 80 Jahren Pflegekräfte auf höchstem Niveau aus. Der neue Beruf "Pflegefachfrau"/"Pflegefachmann" führt die bisherigen Berufsausbildungen der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Altenpflege generalistisch zusammen. Somit können Sie bei uns ein lebendiges Wissen erwerben und damit Menschen aller Altersstufen in verschiedenen Versorgungsbereichen professionell pflegen und begleiten.

 

Die Ausbildung im Überblick

 

Ausbildungsziel:

Die Ausbildung soll dazu befähigen,

  • die folgenden Aufgaben selbstständig auszuführen:
    1. Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und Planung der Pflege,
    2. Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses,
    3. Durchführung der Pflege und Dokumentation der angewendeten Maßnahmen,
    4. Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität  der Pflege,
    5. Bedarfserhebung und Durchführung präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen,
    6. Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen bei der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit sowie bei der Erhaltung und Stärkung der eigenständigen Lebensführung und Alltagskompetenz unter Einbeziehung iherer sozialen Bezugspersonen,
    7. Erhaltung, Wiederherstellung, Förderung, Aktivierung und Stabilisierung individueller Fähigkeiten der zu pflegenden Menschen insbesondere im Rahmen von Rehabilitationskonzepten sowie die Pflege und Betreuung bei Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten,
    8. Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes und Durchführung von Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen,
    9. Anleitung, Beratung und Unterstützung von anderen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen im jeweiligen Pflegekontext sowie Mitwirkung an der praktischen Ausbildung von Angehörigen von Gesundheitsberufen
  • ärztlich angeordnete Maßnahmen eigenständig durchzuführen, insbesondere Maßnahmen der medizinische Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation
  • interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen fachlich zu kommunizieren und effektiv zusammenzuarbeiten und dabei individuelle, multidiszipläre und berufsübergreifende Lösungen bei Krankheitsbefunden und Pflegebedrüftigkeit zu entwickeln sowie teamorientiert umzusetzen.

Ausbildungszeit:

Die Ausbildung dauert drei Jahre und besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht und einer praktischen Ausbildung.

Ausbildungsinhalte:

Die Ausbildung erfolgt in einem blockförmigen Wechsel zwischen Unterricht und prakischer Ausbildung. Der Unterricht findet an der Medizinischen Berufsfachschule und anteilig in der Ausbildungseinrichtung statt. Damit wird das Ziel verfolgt, eine enge Vknüpfung zwischen Theoriewissen und praktischen Anforderungen herzustellen.

Der theoretische und praktische Unterricht mit einem Umfang von 2.100 Stunden zielt auf einen Erwerb von Kompetenzen in den Bereichen:

  1. Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen veranstwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren.
  2. Kommunikation und Beratung persoenen- und situationsorientiert gestalten.
  3. Intra- und interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten.
  4. Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien reflektieren und begründen.
  5. Das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen.

Die praktische Ausbildung mit einem Umfang von 2.500 Stunden umfassen folgende Einsätze:

  • Orientierungseinsatz (erster Einsatz beim Ausbildungskrankenhaus = Träger der praktischen Ausbildung),
  • Pflichteinsatz stationäre Akutpflege (Krankenhaus),
  • Pflichteinsatz stationäre Langzeitpflege (z. B. Seniorenheim),
  • Pflichteinsatz ambulante Pflege (z. B. häuslicher Pflegedient),
  • Pflichteinsatz in der pädiatrischen Versorgung (z. B. Kinderklinik),
  • Pflichteinsatz psychiatrische Pflege (Krankenhaus),
  • weitere Einsätze (z. B. Hospiz, Beratungsstellen usw.);
  • Vertiefungseinsatz (letzter Einsatz beim Träger der praktischen Ausbildung)

Prüfungen:

Zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt eine Zwischenprüfung, die den Ausbildungsstand bzw. den Erwerb von Kompetenzen ermittelt. Die Ausbildung endet mit der staatlichen Prüfung, die aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht.

Abschluss:

Nach bestandener Prüfung beantragen und erhalten Sie die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau" bzw. "Pflegefachmann".

Gesetzliche Grundlagen der Ausbildung:

  • Gesetz über die Pflegeberufe (PflBG)
  • Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV)

Ausbildungsvergütung:

Die Ausbildungsvergütung erfolgt entsprechend dem Tarifvertrag des Ausbildungskrankenhauses.

Qualifizierungsmöglichkeiten:

  • Fachweiterbildungen (z. B. Anästhesie- und Intensivpflege, , , Geriatrie, Geontopsychiatrie, Pädiatrie, Notfallmedizin, Praxisanleiter*in, Stationsleitung ...)
  • Studienmöglichkeiten (Pflegewissenschaft und -management, Public health, Pflegepädagogik ...)

Bewerbung

Zugangsvoraussetzungen:

  • gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs
  • Realschulabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung /z. B. Hauptschulabschluss und abgeschlossene Ausbildung)
  • Ausbildungsvertrag

Was wünschen wir uns von Ihnen?

  • Wir wünschen uns eine positive Einstellung zum Lernen und die Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung der Lernprozesse und des Schullebens.

Für den Beruf benötigen Sie

  • ein hohes Einführungsvermöglichen und die Fähigkeitm mit freundmen Menschen unzugehen,
  • die Fähigkeit zur angepassten Kommunkation und Zusammenarbeit mit Pflegebedrüftigen und Teammitgliedern,
  • manuelle Fertigkeiten sowie
  • Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft.

Bewerbung:

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung nur an die Personalabteilung bzw. das Ressort Personal der Einrichtungen, für die wir im Verbund ausbilden:

  • Städtisches Klinikum Dresden, Friedrichstraße 41, 01067 Dresden
  • Herzzentrum Dresden, Fetscherstraße 76, 01307 Dresden
  • HELIOS Weißeritztal-Kliniken GmbH, Bürgerstraße 7, 01705 Freital
  • HELIOS Klinik Pirna GmbH, Struppener Straße 13, 01796 Pirna
  • Fachkrankenhaus Coswig GmbH, Neucoswiger Straße 21, 01640 Coswig
  • Geriatrische Rehabiliationsklinik Radeburg GmbH, Siedlung 2, 01471 Radeburg
  • Malteser Krankenhaus St. JOhannes, Nebelschützer Straße, 01917 Kamenz
  • Sächsisches Krankenhaus für und Neurologie, Hufelandstraße 15, 01477 Arnsdorf
  • Oberlausitz-Kliniken gGmbH, Am Stadtwall 3, 02625 Bautzen

Ansprechpartner für die theoretische Ausbildung:

Norbert Herrmann

Fachbereichsleitung Pflege
E-Mail E-Mail
Tel. 0351 480-3404